Welchen Sinn hat ein Laufrad für Kinder?

Wer das Fahrrad Fahren lernen will, sollte möglichst früh beginnen. Schon kleine Kinder können mit Laufrädern auf sichere und einfache Art das Balancieren auf einem Zweirad üben. Die Popularität von Laufrädern hat in den letzten Jahren stark zugenommen, doch ist dieses Fortbewegungsmittel keine neue Erfindung. Das Laufrad wurde bereits Anfang des 19. Jahrhunderts von Karl Drais entwickelt und gilt als historischer Vorläufer des Fahrrads.

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Vorzüge des Laufrads

Für kleine Kinder hat das Zweirad ohne Tretkurbel und Pedale einige entscheidende Vorteile. Das Kind sitzt auf dem Sattel des Laufrads und stößt sich mit den Füßen am Boden ab. Da die Beine wie beim Gehen oder Laufen bewegt werden, ist diese Art der Fortbewegung intuitiv und schnell zu erlernen. Der Rahmen von Laufrädern ist einfach aufgebaut. Bei den meisten Modellen sind Steuerrohr und Hinterrad durch einen schräg abfallenden Monoträger verbunden. Der Aufstieg auf den Sattel fällt den Kleinen daher besonders leicht. Einige Laufräder verfügen über ein Trittbrett, auf das Kinder mit einiger Fahrpraxis während der Fahrt die Füße aufsetzen können. Als Material für Rahmen und Gabel von Laufrädern wird Holz, Kunststoff oder eine Metalllegierung verwendet. Im Unterschied zu Fahrrädern sind die Reifen von Laufrädern oft aus widerstandsfähigem Schaumgummi. Das macht die Wartung einfach und erspart das Aufpumpen. Eine große Auswahl an Designs und Farben erhöht den Spaßfaktor und lässt die Kleinen gern zum Laufrad greifen.

Fahrräder mit Stützrädern sind eine schlechte Alternative

Laufräder sind für Kinder von etwa 2 – 5 Jahren eine gute Vorbereitung auf das Fahrrad, denn die robusten Zweiräder können schon kurz nach dem Babyalter zum Balance-Training verwendet werden. Auf dem Laufrad schärft das Kind seinen Gleichgewichtssinn und lernt das Führen eines Zweirads. Früher wurden Fahrräder mit Stützrädern als Einstieg genutzt, doch diese Variante wird von Experten nicht mehr empfohlen. Durch ihr kippeliges Fahrverhalten können mit Stützrädern ausgestattete Fahrräder den Lernprozess nicht konstruktiv unterstützen. Bordsteinkanten und Spurrillen können sogar Gefahren heraufbeschwören. Stützräder verhindern zwar das Umkippen des Fahrrads, schränken jedoch den Umgang mit dem einspurigen Fahrzeug ein. Größere Schräglagen, wie sie für das Durchfahren enger Kurven notwendig sind, werden durch Stützräder vereitelt. Erhält ein Stützrad während des Fahrens Bodenkontakt, lenkt das Kind unwillkürlich in die entgegengesetzte Richtung. Dies bewirkt ein unnatürliches und kippeliges Fahrverhalten. Ist das Kind an die unterstützende Funktion der Hilfsräder einmal gewöhnt, fällt der Umstieg auf ein Radeln ohne Stützräder schwer. Kinder, die bereits das fahrradähnliche Kurvenverhalten auf dem Laufrad erlebt haben, kommen in der Regel auch schnell mit Tretroller und Fahrrad ohne Stützräder klar.

Intuitiv Fahren und Bremsen lernen

Beim Fahren auf dem Laufrad kann sich das Kind voll und ganz auf Balancieren und Lenken konzentrieren. Die Füße verlieren nie ganz den Kontakt zum Boden und müssen keine Pedale finden. Bei Laufrädern bremst das Kind einfach mit den Schuhsohlen. Schon kleine Kinder leiten den Bremsvorgang intuitiv auf diese Weise ein. Einige Laufräder sind zusätzlich mit einer Bremse ausgestattet, die wie beim Fahrrad üblich über einen Hebel am Lenkgriff betätigt wird.

Laufräder wachsen mit

Kinder wachsen schnell, daher sind Sattel und Lenker bei Laufrädern verstellbar. Hochwertige Laufräder wie die Modelle von Puky verfügen über eine stoßfeste Lackierung, so dass Kind und Eltern lange Freude am Laufrad haben. Beim Hersteller Puky werden die Sicherheitsmerkmale der in Deutschland konstruierten und produzierten Laufräder detailliert ausgewiesen.