Vor- und Nachteile von Laufrädern für Kinder aus Holz

Seit Jahren schon gelten Laufräder für Kinder als ideale Vorbereitung für das Erlernen des Radfahrens. Zusätzlich werden Balance und Gleichgewicht des Nachwuchses geschult, wenn er mit dem Laufrad übt. Grundsätzlich unterscheidet man beim Laufrad für Kinder zwischen verschiedenen Materialien, wie Holz, Stahl und Metall. Alle Varianten haben ihre Vor-, aber auch Nachteile.

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Was spricht für das Holzlaufrad?

Für das Holzlaufrad für Kinder sprechen jede Menge Vorteile. Zum einen entsteht das Laufrad aus einem natürlichen, nachwachsenden Rohstoff. Gerade bei kleinen Kindern ist der Werkstoff Holz sehr beliebt und die Eltern können sich gewiss sein, eine nachhaltige Entscheidung getroffen zu haben, da sich ein Holzlaufrad später einfacher entsorgen lässt. Zudem haben die Hersteller, wie Puky oder Kettler, bereits erkannt, wie wichtig Eltern nachhaltig gefertigtes Spielzeug ist und so werden für die Holzlaufräder vorwiegend hochwertige und Hölzer, wie Kiefer und Fichte, eingesetzt.

Vor Splittern müssen sich Eltern nicht fürchten, denn in der Regel werden die Laufräder schon vom Hersteller mit unbedenklichen, kindgerechten Farben lackiert, um ein Splittern zu vermeiden. Allerdings sollte das Holzlaufrad von Zeit zu Zeit nachlackiert werden, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Dies ist entweder mit einem Holzöl oder einer Holzlasur möglich, die meisten Handelsüblichen Öle und Lasuren sind zusätzlich wasserabweisend.

Die Holzlaufräder sind zudem in verschiedenen Größen erhältlich und können so der Größe und dem Alter des Kindes angepasst werden. Teilweise lässt sich auch die Sitzhöhe bei den Laufrädern verstellen, sodass es sogar möglich ist, das Laufrad aus Holz für mehrere Kinder einzusetzen. Insgesamt haben die Holzlaufräder eine hohe Lebensdauer, die durch hin und wieder aufgetragene Schutzlacke noch weiter verlängert werden kann. Da statt klassischer Speichen Holzscheiben verwendet werden, wird ebenfalls die Verletzungsgefahr des Nachwuchses minimiert.

Was spricht gegen Laufräder aus Holz?

Allerdings gibt es auch bei den Holzlaufrädern Nachteile. So ist das Gewicht bei diesen Modellen etwas höher als bei einem Laufrad mit Alu-Rahmen. Gerade kleine Kinder können hier schnell überfordert sein.

Zudem sind Holzlaufräder für Kinder nicht sonderlich flexibel. Zwar lässt sich die Sattelhöhe mittlerweile verstellen, wenn auch nicht stufenlos, für den Lenker dagegen gilt das nicht. Dieser bleibt fest in seiner ursprünglichen Verankerung und kann so nicht mit den Kindern mitwachsen. Daher müssen Holzlaufräder in der Regel mit zunehmendem Alter der Kinder ausgetauscht werden.

Ebenfalls müssen Kinder beim Holzlaufrad auf das klassische Trittbrett verzichten. Außerdem ist Holz generell ein arbeitendes Material. Das heißt, einzelne Schrauben müssen mitunter nachgezogen werden. Insgesamt kann das Laufrad aus Holz auch an Stabilität einbüßen, wenn es sehr häufig genutzt wird. Ratsam ist es deshalb, auf hochwertige Laufräder, etwa von Kettler, Puky oder Pinolino zu setzen. Sie sind nicht nur qualitativ sehr gut verarbeitet, sondern bringen auch lange Garantiezeiten mit sich.

Ebenfalls nachteilig gestaltet sich der Preis der Laufräder aus Holz. Dieser ist in aller Regel deutlich über dem eines Pendants mit Metallrahmen angesiedelt. Diese Investition sollten Eltern vor dem Kauf bedenken.