Alles Wichtige zu Laufrädern für Kinder

Seit geraumer Zeit erfreuen sich Laufräder für Kinder einer immer größeren Beliebtheit. Zahlreiche namhafte Hersteller wie Kettler oder Puky stellen Laufräder aus verschiedensten Materialien und zu unterschiedlichen Preisen bereit. Viele Eltern sind jedoch beim Erwerb eines Laufrads unsicher, welche Vorteile ein solches Fahrgerät für ihr Kind bietet und auf was es beim Kauf zu achten gilt.

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Vorzüge eines Laufrads für die kindliche Entwicklung

Laufräder fördern Kleinkinder auf vielfältige Weise und bereiten sie nebenbei wunderbar auf das spätere Fahrradfahren vor. Vor allem für die motorische Entwicklung sind Laufräder sehr gut geeignet. Im Gegensatz zu einem Roller beispielsweise müssen die Kinder beim Fahren beide Beine gleichmäßig bewegen und belasten, beim Bremsen stoppen die Kinder normalerweise, indem sie beide Füße auf den Boden stellen. Auch an Körperbeherrschung und Geschicklichkeit stellt ein Laufrad höhere Ansprüche als z.B. ein Dreirad. Die Kinder lernen, sich im Raum zu bewegen, Hindernissen auszuweichen, schnell zu reagieren und werden so auf spielerische Art optimal an ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr herangeführt. Dadurch, dass sie beim Laufrad bereits ihre Koordinationsfähigkeiten schulen, können diese Kleinkinder später beim Radfahren lernen meist auf Stützräder verzichten.

Für wen sind Laufräder geeignet?

Bei der Angabe des Einstiegsalters für Laufräder gehen die Meinungen teilweise stark auseinander. Einige Empfehlungen gehen von einem sehr frühen Beginn mit 18 Monaten aus, wohingegen andere Experten zu einem eher späteren Einstieg raten. Die meisten Kinder fangen im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren mit dem Laufrad an. Wichtig dabei ist, dass die Kinder bereits sicher auf ihren Füßen stehen können und auch in der Lage sind, ihre Bewegungen ausreichend zu kontrollieren. Kleinkinder reagieren in diesem frühen Alter oft überfordert, wenn die Fahrgeschwindigkeit zu hoch wird, ein plötzliches Hindernis auftaucht oder zu viele andere Verkehrsteilnehmer sie ablenken. Daher empfiehlt es sich, das Laufrad an sicheren Orten wie beispielsweise Spielplätzen oder wenig befahrenen Wegen und Straßen – wie z.B. Fußgängerzonen – zu verwenden. Ein Helm schützt die Kinder zusätzlich und gewöhnt sie an das Tragen des Kopfschutzes im Hinblick auf das Fahrrad später.

Wichtige Eigenschaften eines Laufrads

Vor dem Kauf eines Laufrads gilt es, mehrere Aspekte zu berücksichtigen und so das optimale Fahrgerät für das eigene Kind zu finden.
An erster Stelle ist die Größe des Laufrads zu nennen. Hier sollten Eltern unbedingt auf die Altersangaben der Hersteller achten, da die Firmen für unterschiedliche Altersgruppen Fahrgeräte anbieten. Die meisten Laufräder sind dank höhenverstellbarem Sattel und Lenker mitwachsend, sodass sie sich gut individuell der jeweils aktuellen Größe des Kindes anpassen lassen. Allerdings sollten sich Eltern vor dem Kauf informieren, ob ihr Wunschgefährt diese Eigenschaft auch tatsächlich aufweist. Ferner sollte der Einstieg in das Laufrad für Kinder möglichst tief gewählt werden, damit auch jüngere und kleinere Kinder das Fahrzeug benutzen können.
Neben der Größe ist auch das Material des Laufrads von entscheidender Bedeutung. Laufräder werden sowohl aus Metall z. B. von Kettler oder Puky als auch aus Holz z. B. von Pinolino oder United Kids angeboten, vereinzelt gibt es sogar Kunststoffgeräte. Bei Holzfahrzeugen sollte berücksichtigt werden, dass sie nur bedingt witterungsbeständig sind und daher nicht im Freien aufbewahrt werden können. Außerdem ist es wichtig, auf die verwendete Holzqualität zu achten: Splitter sowie scharfe Ecken und Kanten stellen für Kleinkinder unnötige Gefahrenquellen dar. Metallfahrzeuge sind im Vergleich zu Holzgeräten leichter. Sie sind weitverbreitet und werden in vielen unterschiedlichen Designs angeboten.
Nicht zu vernachlässigen sind auch Qualitätssiegel und die Angabe von möglichen Schadstoffen in Griffen, Reifen und Sitzbezügen.
Ebenfalls ein wichtiges Kaufkriterium ist die Bereifung des Laufrads. Aufblasbare Luftreifen sind Vollgummireifen gegenüber eindeutig vorzuziehen, da sie Unebenheiten viel sanfter abfedern und dadurch die kindliche Wirbelsäule schonen. Die Reifen für Laufräder werden üblicherweise in zwei Größen angeboten, zehn Zoll und 12 Zoll. Reifen mit zehn Zoll sind ideal für eher kleinere und jüngere Kinder wie etwa Zweijährige. Die Bereifung mit 12 Zoll sollte gewählt werden, wenn die Kinder bereits älter als zwei Jahre und größer sind. Hier sind die Metalllaufräder klar im Vorteil, da sie eine Bereifung sowohl mit zehn als auch mit 12 Zoll anbieten.
Unerlässlich für ein gutes Laufrad ist ein Lenker mit Sicherheitsgriffen, die den Kindern das Halten und Steuern erleichtern. Optional beim Laufrad hingegen sind Zubehörteile wie Hupe, Klingel, Trittbrett, Seitenständer oder auch Handbremse. Speziell bei Hinterradbremsen ist jedoch Vorsicht geboten, da Kleinkinder unter drei Jahren in der Regel zu kleine Hände für die Betätigung der Bremse am Lenkrad haben und auch meist noch zu grobmotorisch dafür sind. Für ältere Kinder zwischen drei und vier stellt eine Bremse am Laufrad allerdings erneut eine gute Vorbereitung auf das Radfahren dar.
Zu guter Letzt sollten das Gewicht und die maximale Tragkraft der Geräte bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden. Die Spielfahrzeuge wiegen zwischen drei und fünf kg und weisen in der Regel eine maximale Tragkraft von 50 kg auf.